Aktivitäten und Experimente der Kinder von Frankenhöhe

Märchenprojekt der Fledermausgruppe 2019

„Es war einmal.... 

... eine Witwe, die hatte zwei Töchter. Die eine war schön und fleißig, die andere hässlich und faul (...).“ 

So beginnt das Märchen „Frau Holle“. Viele Kinder kennen die Märchen der Brüder Grimm, jedoch nicht alle Kinder/Eltern. Dies nahmen die Fledermauserzieherinnen zum Anlass, ein ganzjähriges Märchenprojekt durchzuführen, geleitet von unsere Fledermauserzieherin Sevim Altmisdört, welche dieses Thema während ihrer Ausbildung ausarbeitete.

Zunächst schufen die „Fledis“ mit ihren Erzieherinnen märchenhafte Rahmenbedingungen: sie bastelten eine Märchentür zu ihrem Märchenschloss, indem sie einen Holzring mit vielen bunten Tüchern schmückten. Durch diesen Ring hindurch kletternd, bekommen sie im Sitzkreis bei Kerzenschein die Märchen vorgelesen; in ihrer Mitte erstrahlt dabei ein Gegenstand passend zu dem jeweiligen Märchen. 

Neben der spannenden Weitergabe von weltbekanntem Kulturgut verfolgt dieses Projekt natürlich auch pädagogisch wertvolle Eigenschaften: Die Kinder üben sich in Konzentration und Aufmerksamkeit, verbessern ihr Verständnis von Gut und Böse sowie Werten und Normen, stärken ihr Phantasievermögen und erweitern spielerisch ihren Wortschatz, indem seltenere Worte wie „Spinnen“ als Produkt eines aufgespulten Garns von den Erzieherinnen erklärt werden.

Ihre Erlebnisse in dem Märchenschloss werden dabei stets durch tolle Aktionen begleitet, wie beispielsweise: Frau Holle: Basteln eines Fensterrahmens, Malen von Frau Holle mit Kissen und Auffädeln von Wattebällchen Hänsel und Gretel: Erlernen und Singen des Liedes Rotkäppchen: Basteln von Körbchen und Vorbereiten eines Frühstücks „ganz in rot“ Der Froschkönig: Basteln einer Kugel

Ein gelungenes Projekt, das den Kindern bis zu den Sommerferien weiterhin viel Wissen vermitteln und Freude bereite.

Körperprojekt der Eulengruppe 2018

„Da Emma!“, freut sich das kleine Mädchen als es in den Spiegel blickt!

Mit zwei Jahren etwa erkennen sich Kinder selbst im Spiegel, dann folgt die Verwendung des Wortes „Ich“. Unsere kleinen Entdecker erforschen nicht nur ihre Umwelt, sondern beginnen hier auch sich selbst als eigene Person wahrzunehmen. 

Dies fördert und unterstützt das diesjährige Projekt der Eulengruppe. 

Zunächst haben die Eulenkinder eigene Fotos anschauen und sich selbst zuordnen können. Ein Körperumriss wurde aufgemalt, indem ein Kind ruhig auf einem großen Bogen Papier lag und ein anderes den Umriss nachfuhr.

Angefangen bei der Gesamtwahrnehmung des Körpers, werden im Folgenden einzelne Bereiche näher betrachtet und untersucht. Zum Thema Mund haben die Kinder ihre Lippen geschminkt und einen Abdruck auf Papier verewigt. Es wurde ein Geschmackstest gemacht, bei dem die Kinder ganz mutig auch ungewohnt saure und bittere Lebensmittel probierten. Sogar aus rotem Teig und Mandeln wurden kleine Gebisse gebacken.

Da das Körperprojekt über viele Woche und Monate im Kindergartenjahr immer wieder aufgegriffen wird, gibt es das Erkennungslied „Ich bin ich und du bist du“, das immer zu Beginn eines Projekttreffens gesungen wird.

Ich bin ich und du bist du, komm wir winken uns mal zu,

ich bin ich und du bist du, mkomm wir lachen uns mal zu.

Ich kann lachen ha ha ha ha ha.

Er kann lachen ho ho ho ho ho ho.

Sie kann lachen hi i i i i.

Wir alle lachen HA HA HA.

Ich bin ich und du bist du, komm wir winken uns mal zu,

ich bin ich und du bist du, mkomm wir lachen uns mal zu.

Ich kann rufen laut: Halli, hallo!

Er kann sagen: Na, was gibt’s denn so?

Sie kann fragen: Seid ihr alle da?

Und alle rufen ganz laut: JA!

Und alle rufen ganz laut: JA!

Und alle rufen ganz laut: JAAAA!

Außerdem wird das Thema des Projektes in die jahreszeitliche Gestaltung integriert. So wurde der Körperumriss im Herbst mit Kastanien nachgelegt. Zu St. Martin zierten Finger-, Hand- und Fußabdrücke der Eulenkinder die Gruppenlaterne und im Winter lernten die Kinder für den Nikolaus ein Gedicht und Fingerspiel, in dem die Schneeflöckchen auf Kopf, Nase, Ohr, Wange und Mund landen. Die Eulenkinder und -eltern dürfen gespannt sein, wie es im Frühjahr und Sommer weitergeht. 

Gruß zum neuen Jahr

Luftballonrakete - Ein Experiment der Eulengruppe

Eine Luftballon- Rakete funktioniert ähnlich  wie eine Weltraum-Rakete, nach dem sogenannten "Rückstoßprinzip". 

Durch den Ausstoß der Luft aus der Öffnung des Luftballons wird ein Rückstoß in entgegengesetzter Richtung erzeugt, was die Ballonrakete beschleunigt und "davonfliegen" lässt. 

 

Diese Vortriebsenergie stammt  jedoch nicht von der Luft selbst, sondern von der Luftballonhaut. 

 

Diese ist aus Gummi und wird beim Aufpusten kräftig gespannt. Wenn der Ballon dann geöffnet wird, entspannt sich die Gummihaut ruckartig und der Ballon fliegt, wie oben beschrieben, vorwärts.

Kleine Forscher

 

Wie oft fragen wir Eltern unsere Kleinen: Was hast du heute im Kindergarten gemacht?

 

Wir schauen in die Spinnengruppe, die in den letzten Monaten diverse Experimente unternommen hat. Für das erste Experiment wurden die kalten Wintertage genutzt. Hierzu wurden verschiedene Gegenstände (z.B. Spielzeug, Gabel) in einen Geschirrkorb mit Wasser gelegt. Der Korb wurde einige Tage nach draußen gestellt und beobachtet. Ebenso wurden Luftballons unterschiedlicher Größen mit Wasser befüllt und die Kälte konnte den Rest erledigen. Mit Neugier beobachteten die Kinder bei jedem Gang nach draußen, wie die Minus-Grade das Wasser zum Frieren brachte.

 

Das zweite Experiment „verzauberte“ weiße Tulpen in bunte. Mehrere Vasen wurden hierzu mit verschiedenfarbigem Krepppapier und Wasser befüllt. In jede Vase stellten die Kinder eine weiße Tulpe. Täglich wurde die Veränderung der Tulpenblätter bestaunt. Das Wasser färbte sich in der Farbe des Papieres und es wurde wie durch einen Strohhalm vom Stängel in die Blütenblätter befördert. Wie durch einen Zauber wurden die Tulpen grün, rot oder gelb…

 

Beim dritten Experiment wurde ein Gummibärchen in ein Glas Wasser gelegt und beobachtet. Was mag da wohl passiert sein? Mit Adleraugen stellten die Kinder fest, dass das Gummibärchen bereits nach kürzester Zeit wuchs. Die aufgequollene Gelatine brachte das Gummibärchen zum Wachsen und die Kinderaugen kamen ins Staunen.

 

Eins steht fest! Der Alltag unserer Kinder sieht spannender aus als wir manchmal denken. Wir wünschen viel Spaß beim Nachmachen!

Fastnacht 2017: Bastelaktion der Eulengruppe

Fastnacht 2017 - Das verrückte Frühstück der Fledermäuse

Ich bin Ich - Jahresprojekt der Spinnengruppe 2017

„Sicherlich – gibt es mich: – Ich bin ich!“ – so die finale Erkenntnis des kleinen bunten Tieres und Hauptfigur des Kinderbuchklassikers „Das kleine Ich bin Ich“. Das Kinderbuch ist Einstieg und Grundlage des aktuellen Jahresprojektes der Spinnengruppe, welches von Conny und Christina geleitet wird. Seit Anfang des KiTa-Jahres treffen sich die beiden alle ein bis zwei Wochen an einem festen Wochentag mit den sechs Projektkindern (älteste Kinder der Gruppe) in einem separaten Raum. 

Die Kinder werden dabei bewusst aus dem Gruppenalltag „heraus gezogen“, so dass sich die Kinder nach kurzer Zeit mit IHREM Projekt und IHRER Projektgruppe identifizieren können und gleichzeitig lernen, die Regeln in einer Kleingruppe einzuhalten. Begleitet wird die Gruppe dabei von einem kleinen „Ich bin Ich“-Stofftier, welches Sonja für das 

Projekt genäht hat. 

Das Ziel des diesjährigen Projektes ist, dass die Kinder sich und andere so akzeptieren, wie sie sind und mit allen Besonderheiten, die ein Mensch mit sich bringt. Dabei werden die Kinder über verschiedene  Bildungsbereiche (Musik, mathematischer Bereich, sozialer Bereich, Körpererfahrung und Bewegung, Sprache, kreativer Bereich) angesprochen. Hier einige Beispiele:

Im künstlerischen Bereich wurden Bilder vom kleinen Ich bin Ich ausgemalt und die Kinder haben sich mit ihrem eigenen Aussehen auseinandergesetzt und mit Hilfe eines Spiegels Selbstportraits gemalt, Haarfarbe und Augenfarbe bestimmt und Finger- und Handabdrucke gemacht

Das Lied „Der Quakfrosch“ wurde einstudiert und mit Orff-Instrumenten begleitet. 

Die Kinder haben ihre Körperform mit Steinchen nachgelegt, wobei ein Kind ruhig auf dem Boden lag, während ein zweites Kind die Steinchen legte.

Auch die Eltern werden einbezogen und bekommen Hausaufgaben, wie z.B. die Beantwortung der Frage „Wem sehe ich ähnlich und warum?“

 

Die Raupe Nimmersatt - Das Jahresprojekt der Zwergengruppe 2016

Das Jahresprojekt der Zwergengruppe: Die Geschichte der Raupe Nimmersatt

Folgende pädagogischen Lernziele wurden beim diesjährigen Jahresprojekt verfolgt:

„Kinder lernen ganzheitlich, d.h. mit allen Sinnen (Kopf, Herz und Hand) in für sie bedeutsamen Handlungszusammenhängenden Situationen, in denen die Bildungs- und Erziehungsbereiche eng miteinander 

zusammenhängen und aufeinander bezogen zu gestalten sind.“ (Empfehlung zur Qualität der Erziehung, Bildung und Betreuung in Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz)

Wahrnehmung: Ausgangspunkt für die kindliche Erfahrung von der Welt und von sich selbst ist das, was das Kind wahrnimmt.

Sprache: Sprache ist das zentrale Mittel für Menschen, Beziehungen zu ihrer Umwelt aufzubauen und diese dadurch zu verstehen.

Musikalischer Bereich: Musik hat eine positive Wirkung auf die Entwicklung von Kindern. Sie fördert die Kreativität, Fantasie und regt die Kinder an sich mitzuteilen.

Bewegung: Bewegung hat eine sehr hohe Bedeutung für die Entwicklung der Kinder auf unterschiedlichen Ebenen. Sie leistet einen wesentlichen Beitrag für die Entwicklung der kindlichen Vorstellung von sich selbst und der Welt. 

Künstlerische Ausdrucksform: Vielfältige sinnliche Erfahrungen, eigener und gemeinschaftlicher Ausdruck tragen zur Entwicklung einer vitalen, genussfähigen, die eigene Umwelt gestaltende Persönlichkeit bei.

Naturerfahrungen: Der sorgsame Umgang mit den endlichen Ressourcen der Natur kann in der Kita in unterschiedlichen Lernfeldern erfahrbar gemacht werden.

Medien: Welterfahrung sollten medial unterstützt und ergänzt werden.

(Quelle: Aushang der Zwergenerzieherinnen)

Die „Zwerge“ durften alles rund um das Thema Raupe und Schmetterling mitbringen. Alle Mitbringsel wurden als kleine Ausstellung vor der Zwergengruppe präsentiert. Es wurde sogar ein „Raupenbrot“ gebacken. Es wurden Bilder gemalt, Gedichte gelernt und Lieder gesungen: 

Ich bin die kleine Raupe Nimmersatt, und sage: „Hallo Kinder Guten Tag“, 

ob ihr mich schon einmal gesehen habt, ich bin die kleine Raupe Nimmersatt…